Meraner Land und Vinschgau
Bereits zum dritten mal und sicherlich nicht das letzte mal bereiste ich das Meraner Land und den Vinschgau.
Partschins mit Rabland und Töll bilden eine kleine Ferienregion nicht weit entfernt von Meran. Bekannt geworden ist das schmucke Dorf mit seinen historichen Bauten, idyllischen Gassen und moosgrünen Sonnenterrassen durch den Erfinder der Schreibmaschine. Peter Mitterhofer lebte von 1822-1893 in Partschins und erfand dort 1864 die Schreibmaschine. Die Gemeinde hat zum gedenken ein Museum errichtet.
Doch das ist nicht alles was Partschins zu bieten hat. Neben zahlreichen Kirchen und Burgen gibt es einen Wasserfall der als einer der beeindruckensten der Alpen zählt. Die Fallhöhe beträgt 97m. Die meisten Wassermassen beförder er in den Monaten Mai bis Juli zur Zeit der Schneeschmelze. Vom Dorfkern aus ist der Partschinser Wasserfall mit dem Gästebus oder zu Fuß (ca. 1,5 Std.) leicht zu erreichen. Ein gut gesicherter Steig führt zu einer Aussichtskanzel, von der man das imposante Naturschauspiel aus nächster Nähe bewundern kann. Allerdings ist es mir noch nicht gelungen den Wasserfall aus der nähe zu betrachten.
Es gibt 240 km markierte Wege und Steige mit herrlichem Panoramen zu Spaziergängen im Tal, Wanderungen über Almwiesen bis hin zu alpinen Hochtouren. Seit April 2009 bringt die Texelbahn einen direkt auf den Meraner Höhenweg. Der Naturpark Texelgruppe ist unter den sieben Naturparken in Südtirol mit 33.430 ha der größte.
Naturns hat viel Sonne, viel Natur, viel Erlebnis. Es liegt auf einer Seehöhe von 554m. Meran ist knapp 13 km, die Schweizer Grenze 45 km und die Grenze nach Österreich (Reschenpass) rund 70 km entfertn.
Das angenehm milde Klima wird beeinflusst von einer warmen Südluft, die vom Meraner Talkessel in das westlich gelegene Naturns strömt. Mitte Februar, wenn die umliegenden Berggipfel noch schneebedeckt sind, kündigt sich hier bereits der Frühling an. Mit durchschnittlich 315 Sonnentagen im Jahr zählt Naturns zu den niederschlagsärmsten Orten im Alpenraum.
Nicht zufällig steckt der Begriff “Natur” in der Namensgebung. Unzählige Wander- und Spazierwege führen durch ausgedehnte Obstanlagen, durch Weinberge und zu den malerischen Bergbauernhöfen am Norder- und Sonnenberg. Dieser zeigt seinen Reichtum erst dem, der ihn durchwandert. Ein herrlicher Weitblick belohnte jeden, der den Auf- oder Abstieg zu Fuß auf sich nimmt oder mit der Seilbahn Unterstell bequem in die Höhe gleitet. Phantastische Ausblicke soweit das Auge reicht. Im Tal glänzt das silberne Band der Etsch. Der Blick reicht weit in den Vinschgau bis nach Morter, auf das Hasenöhrl und die Laaserspitze, tief unten im Tal die Sankt Prokuluskapelle in mitten von Apfeläumen, den schluchtartigen Eingang ins Schnalstal und auf Schloss Juval das Zuhause von Reinhold Messner.
Das Schnalstal beginnt mit seinen Südspitzen in den Zentralalpen. In der Nähe von Meran. Im Schnalstal spiegeln sich viele Gegensätze wieder, wie z.B. Sommer und Winter, Gegenwart und Vergangenheit. Die Weinberge am südlichen Taleingang des Schnalstals verwandeln sich in den imposanten Schnalstaler Gletscher in Kurzras, der Zeuge vergangener Zeiten ist. Von Naturns aus läßt sich das Schnalstal gut und bequem mit dem Bus bereisen.
Fünf Dörfer gibt es im Schnalstal: Karthaus, Unser Frau im Schnalstal, Katharinaberg, Vernagt und Kurzras. In allen Dörfern taucht man in die Vergangenheit ein.
Katharinaberg ist ein kleines ruhiges Örtchen inmitten grünen Wiesen und Wälder. Die Kirche von Katharinaberg trohnt oben steil am Fels.
Im Dorf Karthaus (1.327 m) befindet sich die Gemeindeverwaltung, Post, Rathaus und auch die Bergrettung. Der Name Karthaus entstand aus dem sich von 1326 bis 1782 dort befindlichen Kloster, das von Kaiser Josef II von Österreich aufgelöst wurde. Vom Kloster sind heute nur noch Ruinen zu sehen.
Im ebenen Talboden vom Schnalstal steht einer der ältesten Wahlfahrtskapellen von Tirol und dessen Ursprünge bis zum Jahr 1304 zurückreicht. Die Kirche von Unser Frau im Schnalstal (1.508 m) wurde im Barockstil um 1750 wieder aufgebaut.
Vernagt (1.700 m) am See im Schnalstal war in den vergangenen Zeiten ein kleines Dorf, heute umgeben von einem künstlichen Stausee, aus dem noch ein Glockenturm der alten Kirche hervorragt. Die ganze Geschichte rund um den See und das Dorf im See kann man vor Ort von den Einheimischen erfahren.
Kurzras (2.004 m) im Schnalstal- zu Füßen des Schnalstaler Gletschers ist mit höchster Wahrscheinlichkeit das älteste Dorf im Gebiet. Die Bevölkerungsdichte in Kurzras ist einer der niedrigsten mit nur 1.400 Einwohnern. Anfang der 70-ger ist Kurzras zu einem wichtigen Skizentrum geworden. Es ist einer der wenigen Ganzjahresskigebiet. Mit der Gletscherbahn wird man in nur sechs Minuten auf 3212 m gebracht. Dort oben befindet sich das höchstgelgene Hotel und viele weiter Skipisten. Aber nicht nur das gibt es sondern auch der Mann aus dem Eis “Ötzi” wurde dort am 19.09.1991 von einem deutschen Ehepaar beim Wandern gefunden.
Auf halbem Weg zwischen Reschenpass und Meran befindet sich der Hauptort des Vinschgaus – Schlanders (721 m) mit Kortsch, Vetzan, Göflan, Sonnenberg und Nördersberg.
Schlanders liegt eingebettet inmitten der schönsten Obstgärten des Vinschgaus, deren zartrosa Blüten im Frühjahr die Umgebung als ein Märchenland erscheinen lassen. Erholsame Spaziergänge entlang der Wasserführenden Waale, bis hin zu anspruchsvollen Touren zu edlen Bergspitzen sind möglich. In Schlanders und der Umgebung gibt es eine Vielzahl von Kirchen die besichtigt werden können. Wen es mehr in die Höhen zieht kann sich m Nationalpark Stilfersjoch vergnügen. Dieser dehnt sich auf einer Fläche von ca 134.620 ha in den Zentralalpen aus und die Gemeinde Schlanders hat Anteil daran. Er schließt das gesamte Gebirgsmassiv Ortler-Cevedale mit seinen Nebentälern ein.


